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Atheistenjagd in Nigeria

Nachdem Mubarak Bala festgenommen wurde, wurde vom selben Anwalt, der eine Petition gegen Mubarak Bala gestartet hatte, eine Facebookgruppe mit dem Namen „Anti-Atheism“ gegründet. Seitdem bekommen Humanisten und Atheisten in Nigeria vermehrt Hassnachrichten und Morddrohungen. Aber es wird noch schlimmer: Die Leute aus dieser Gruppe erstellen Fakeprofile, mit denen sie sich zum einen als Atheisten ausgeben, um den Islam zu diffamieren und damit weitere Muslime anzustacheln, zum anderen um die Atheisten in den sozialen Medien direkt anzugreifen.

Atheistenjagd in Nigeria 1

Diese Gruppe wurden am 10. Mai erstellt und hat inzwischen mehr als 2000 Mitglieder. Leo Igwe, Menschenrechtsaktivist in Nigeria und Leiter der Kampagne #FreeMubarakBala warnt vor einer „Hexenjagd“ auf Atheisten.

Mehr zum Thema findest du beim Bericht von “Humanists International” und bei einem Interview vom Humanistischen Pressedienst.

Pressemitteilung an Medienvertreter

Über die Verfolgung von nicht-religösen Menschen wird in der österreichischen Medienwelt kaum berichtet. Wir haben auch eine Pressemitteilung an Medienvertreter in Österreich gesendet, die folgende Stellungnahme von Dustin Krinzer (Obmann) und eine bitte zur Berichterstattung enthält:

 

Die Atheisten Österreich sind ein Verein, der Atheisten, Agnostiker und religionsfremde Menschen vertritt und ihre Interessen in das öffentliche Leben trägt. Mehrere Mitglieder aus fast allen Bundesländern der Republik befassen sich täglich mit der Freiheit zur Meinungsäußerung sowie aus gegebenem Anlass der Inhaftierung von Mubarak Bala und können nur fassungslos die Nachrichten diesbezüglich verfolgen.

 

Beim Thema fehlende Religionsfreiheit sollte man sich nicht nur der Christenverfolgung widmen. Viele Menschen sind sich nicht im Klaren – oder wollen es nicht sein – dass Menschen, die keine Religion haben, häufig viel brutaler verfolgt und diskriminiert werden. In manchen Ländern erfolgt die soziale Diskriminierung religionsfreier Menschen gerade durch Christen.

 

In islamischen Ländern wird Apostasie (Abfall vom Glauben) häufig mit Tod, Folter und Gefängnis bedroht, insbesondere in Regionen, in denen die Scharia herrscht. Die Lebensgefahr geht dabei nicht nur vom Staat aus, sondern mindestens ebenso von wütenden Straßenmobs. Es ist unsere Aufgabe, Menschen für dieses Thema zu sensibilisieren.

 

Daher bitte ich die Medienvertreter, davor nicht die Augen zu verschließen, sondern ungeschönt über die Verfolgung von Menschen ohne Religion zu berichten.